Road to Stockholm – Race Review

Endlich war es soweit, das Training hatte ein Ende und es ging los nach Stockholm zum Halbmarathon. Die Anreise und das Hotel waren soweit unproblematisch und gut.

Die Marathonmesse sowie der Start- und Zielbereich waren vor dem königlichen Schloss, eine bessere Lage dieser Punkte habe ich noch bei keinem (Halb-)Marathon gesehen. Das war schon einmalig und sehr schön.

Am Tag des Laufes herrschte super Wetter, ca 17°C, Sonne und es war windig. Der Start war um 15:30. Zuerst dachte ich, dass das eine gute Sache ist, denn ich bin ja wirklich kein Frühaufsteher. Allerdings zieht sich der Tag ganz schön bis dann endlich der Start ist, man will ja dann auch nicht zu viel rumlaufen und irgendwelche Verzögerungen riskieren. So haben wir den Tag ruhig verbracht und sind dann gegen Mittag gemütlich zum Startbereich getingelt.

Fertig angezogen habe ich mich dann auf den Weg Richtung Starbereich A gemacht. Zuerst fanden wir uns vor dem Königspalast ein, bevor wir dann auf die Brücke und die Startlinie geführt wurden. Es gab auch hier wieder Zugläufer und der schnellste davon war der für 1:30. Das traf sich für mich ganz gut, dachte ich, denn ich müsste einfach nur vor ihm bleiben, um mein primäres Ziel von unter 1:30h zu erreichen. Dieser Zugläufer befand sich dann immer vor dem Startblock A und ich war etwas verwirrt, dachte mir aber, dass er sich dann schon etwas zurückfallen lassen wird, denn es sollten im Startblock A genug Läufer dabei sein, die schneller als das Laufen wollen.

Als es dann los ging schaffte ich es ca 10 Sekunden und 100 Meter hinter diesem Zugläufer über die Startlinie, der Abstand vergrößerte sich dann auch über die ersten beiden Kilometer ständig, obwohl ich die beiden ersten Kilometer schon in je ca 4:05 gelaufen bin. Ab da beschloss ich mein eigenes Rennen zu laufen, denn einholen hätte ich ihn eh nicht mehr können. Nach den ersten beiden Kilometern ging es auch schon zum ersten mal eher überraschend relativ stark bergauf. Mit solchen Steigungen hatte ich eher nicht gerechnet, denn der Lauf wurde als sehr flach angepriesen, aber wie man im Graph unten sehen kann gab es 5 doch sehr giftige Anstiege. Ich versuchte dann im angepeilten Wattbereich zwischen 245-265W zu bleiben (markierter Bereich unten im Bild). Bei km 10 lag ich dann bei 42:55 min und ich hatte schon gut Kraft gelassen. Auch wurde mir klar, dass es an diesem Tag eher schwer werden würde, die 1:30 zu knacken.

Pace Analyse

Bei Kilometer 10 wartete dann auch meine Anfeuerung auf mich und wir konnten uns kurz zuwinken. Motiviert ging es dann also auf die zweiten 10km auf denen ich hoffte die Pace einigermaßen halten zu können. Aber gleich nach der 10km Marke ging es am Übergang von Gamla Stan zu Södermalm (Slussen) wieder hart bergauf, ich nahm etwas an Tempo raus um im angestrebten Wattbereich zu bleiben, was mir auch ganz gut gelang. Da wir auf dem Rückweg wieder diesem Berg hinunter mussten, legte ich meine Hoffnung in die letzten beiden Kilometer, um dort noch etwas Zeit gut zu machen. Bei Kilometer 15 gab es dann endlich auch ein Energiegel, was ich dankbar annahm. Nach einer weiteren Steigung bei ca. Kilometer 17 waren endlich die letzen Kilometer in Sicht und ich versuchte noch etwas Zeit gut zu machen. Leider war nicht mehr viel im Tank und ich kam mit einer Zeit von 1:32:27 ins Ziel. Zuerst war ich etwas geschockt, dass es doch „so viel“ über 1:30 lag, andererseits war am Ende wirklich nicht mehr drin und ich habe alles gegeben.

So kann ich am Ende doch auf einen gelungenen und sehr schönen Lauf bei Sonnenschein zurückblicken und die 90 Minuten Marke wird dann vielleicht nächstes Jahr fallen (vielleicht beim München Halbmarathon zusammen mit den 3-Schweinehunden). Jetzt geht es erstmal in die Off-Season :).

Power Analyse

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