Was geschah eigentlich im Podcasting und in der Wissenschaft?

Über den Sommer habe ich mich hier im Blog vor allem um das Laufen gekümmert. Da sich aber im Laufen momentan nicht viel tut, wollte ich den Fokus mal wieder auf das Podcasting und die Wissenschaft legen.

Podcasting

Bei The Random Scientist haben wir seit Mai 6 Folgen veröffentlicht:

Neben der Folge über die Nobelpreise, in der wir die Nobelpreise Chemie und Medizin näher vorstellen, war sicher unsere 40. Folge ein Highlight. In dieser Folge stellt ich eine Publikation über die Reaktion des menschlichen Immunsystems auf die Genschere CRISPR/CAS9 vor und konnte dazu den Erstautor der Studie Dimitrios L Wagner von der Charité in Berlin interviewen. Es wurde ein schönes Interview indem er seine Arbeit sehr eloquent erklärt (zu hören ab 1:18h).

Bei 1889fm läuft die zweite Saison des Jahns in der 2. Liga. Das gab es in der Geschichte des Vereins noch nie 🙂 Da es nebenbei auch noch der beste Saisonstart in der zweiten Liga ist, sind wir im Podcast eigentlich sehr zufrieden mit der Situation. Neben der Saisonvorschau möchte ich noch die Folge empfehlen in der mit Philipp Pentke unser Torwart zu Gast war.

Bei den 3 Schweinehunden sind wir jetzt ca. bei der Halbzeit des Projektes. Ziel bisher war es, dass sich die Schweinehunde an das Laufen gewöhnen und es in ihren Alltag integrieren, um sich auf die Vorbereitung auf den Halbmarathon vorzubereiten. Das klappt bisher auch ganz gut und im Herbst wurden die ersten Versuche unternommen, polarisiertes Training mit Intervallen in das Training zu integrieren. Jetzt gilt es die Form und die Umfänge über den Winter zu retten um dann im Frühjahr richtig durchstarten zu können.

Beim Epigenetics Podcast bei dem ich verschiedene Wissenschaftler aus dem Bereich der Epigenetik interviewe gelang es mir im September für die 2. Staffel 3 Interviewpartner zu finden. Diese Interviews wurden nun im Verlaufe des Herbstes veröffentlicht. Besonders hervorheben möchte ich dabei Folge #007. Dort habe ich mit Prof. Edith Heard gesprochen. Sie wird im Januar die neue Direktorin des EMBL (Europäisches Laboratorium für Molekularbiologie). Im Interview sprach sie mit mir über Ihre Ziele und die Herausforderungen als Direktorin des EMBL sowie über ihre Forschung an der X-Inaktivierung. 

Wissenschaft

Immer mehr wird in den letzten Monaten/Jahren über die Bildung seiner eigenen Social Media Blase diskutiert und ob das gut oder schlecht ist. Ich bin ja immer froh, wenn ich online nichts von Nazis lesen muss, auf der anderen Seite ist man dann doch verwundert wie viele es dann davon gibt und wie viele sich dann auf der Straße mobilisieren lassen. In einem etwas anderen Zusammenhang wurde in einem Paper, dass im Juni publiziert wurde, auf diese Blasenbildung geblickt. Es wurde untersucht, ob es für Wissenschaftler sinnvoll ist, Twitter zu nutzen. Dabei wurde die Frage gestellt ob man dort dann nur zur eigenen Blase, also Wissenschaftlern, spricht („Preaching to the choir“) oder ob man auch nicht-Wissenschaftler erreicht („singing from the rooftop“).

Es stellte sich heraus, dass ca. 55% der Follower von Wissenschaftlern selber in der Wissenschaft arbeiten. Ab einer Followerzahl von >1000 zeigt sich aber, dass die Followerschaft diverser und heterogener wird und auch vermehrt Mitglieder außerhalb der „Blase“ beinhaltet. Diese Heterogenität führt dann im weiteren Verlauf dazu, dass weitere User, die nicht der eigentlichen „Blase“ angehören erreicht werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der initiale Aufwand lohnt, eine Followerschaft aufzubauen. Denn je größer sie ist, desto diverser ist das Publikum, dass man erreichen kann.