Lonely Dirt Road
Hier auf dem Blog habe ich schon das eine oder andere Mal etwas philosophischer über das Laufen geschrieben, um meine Faszination für das Laufen auszudrücken und vielleicht einem Anfänger die nötige Inspiration bzw. Motivation zu geben, mit dem Laufen zu starten. Dieser Artikel geht in die gleiche Richtung.
Ich weiß nicht mehr genau, wann ich in den vergangenen Wochen auf das Lied Lonely Dirt Road von Dax gestoßen bin, aber es bringt vieles davon zum Ausdruck, was das Laufen für mich ausmacht. Vor allem die ersten Zeilen des Songs haben mich angesprochen und sich in meinem Kopf festgesetzt. Country Music ist nicht unbedingt mein Genre, und auch der religiöse Bezug entspricht nicht dem, was ich mit dem Laufen verbinde. Dennoch ist der Song für mich zu einem Ohrwurm geworden. Beim Einbinden von Songtexten muss man sehr vorsichtig sein, daher will ich die Zeilen hier nicht erwähnen. Den vollständigen Songtext könnt ihr hier und den Song hier finden.
Ich glaube, jeder Läufer, der diese Zeilen hört, wird sofort verstehen, was ich meine. Dass man laufen geht, wenn man etwas Raum für sich selbst braucht („When I need space that’s where I go“) erschließt sich direkt. Beim Laufen fühle ich mich frei und kann meinen Gedanken freien Lauf lassen („Where I feel free to let things go“).
Vor allem die Metapher der „lonely dirt road“ hat mich sofort wieder in Gedanken auf die Laufstrecke versetzt (vermutlich eher in die Zeiten der Longruns während der Marathonvorbereitung). Das Bild des Weges vor mir, mal kürzer, mal länger, aber immer beruhigend und Schritt für Schritt zu bewältigen, beschreibt gut, wie ich beim Laufen Dinge oder Probleme des Alltags vergesse oder verarbeite. Für manche ist es monoton und langweilig, für mich dagegen beständig und meditativ. Es gibt mir die Gelegenheit nachzudenken, einen Podcast zu hören oder einfach die Gedanken zu sortieren. All das wofür sonst im hektischen Alltag keine Zeit bleibt.
Ich höre beim Laufen selten Musik, und auch sonst ist Musik bei mir in letzter Zeit etwas in den Hintergrund geraten. Dieses Lied hat es jedoch wieder geschafft, etwas Emotionales in mir auszulösen. Vielleicht schafft es das ja auch bei euch …

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