Fazit des ersten Trainingsblock 2021

Um dieses 2. Coronajahr Lauftechnisch nicht ganz den Bach runter gehen zu lassen, habe ich mir trotz der zu erwartenden Wettkampflosigkeit einen Trainingsplan mit 2 Mock-Wettkämpfen verordnet. Das erste Quartal 2021 und somit auch der erste Trainingszyklus sind nun vorbei, Zeit ein Fazit zu ziehen.

Vorbereitung

Für die Vorbereitung auf den Halbmarathon im Herbst wollte ich im Frühjahr etwas an meiner Geschwindigkeit auf der Unterdistanz arbeiten und den Trainingsblock mit einem 10k-Lauf abschließen. Dafür hatte ich mir wieder die schnelle Strecke rund um den Eisweiher ausgesucht. Die 13-wöchige Vorbereitung startete ich schon fast traditionell in der Silvesterwoche mit einem 3-Schweinehunde Communitylauf. Bei mir war es ein Berglauf mit 400 HM.

Die erste Phase meines Plans nutzte ich dazu, die Umfänge nach der Off-Season wieder zu erhöhen. Um die Belastung nicht zu schnell zu steigern, verzichtete ich bis auf einen kleinen Test auf Tempoarbeit. Die zweite Phase wollte ich dazu nutzen wieder in die Tempoarbeit einzusteigen und an meiner Tempohärte zu arbeiten. Leider war es von Anfang bis Mitte Februar sehr kalt und es schneite viel, sodass die Straßen für Intervalle eher ungeeignet waren. Kurzum verkürzte ich die zweite Phase auf 2 Wochen und zog die Erholungswoche vor. Durch die vorgezogenen Erholungswoche wurde die letzte Phase von 3 auf 4 Wochen verlängert. Diese Verlängerung um eine Woche merkte ich vor allem in der 2. Hälfte der letzten Belastungswoche und ich war froh als das Tapering begann. Die Königseinheit des Trainingblocks sollte eigentlich eine 4×12′ Threshold Intervalleinheit werden. Leider hatte ich in dieser Mittagspause keine Zeit dafür, daher musste ich mich mit 3×12′ zufrieden geben. Dafür nutzte ich den daruffolgenden Longrun noch für einen Steigerungslauf. Beide Einheiten verliefen sehr gut und ich fühlte mich bereit für die 10k-Challenge.

Prognose

Das Ziel für die 10k-Challenge war es, einen schnellen Lauf unter 45 Minuten, so nah wie möglich an die 40 Minuten zu absolvieren. Meine Prognose, basierend auf der aktuellen FTP/CP sagte mir, dass ich im Schnitt 256 W und am Ende eine Pace von 04:26 min/km bei einer Endzeit von 44:24 min Laufen können sollte. Die FTP sollte einigermaßen akkurat sein, hätte aber mit einem 15 oder 20 minütigem maximal-Intervall noch besser sein können.

Wettkampf

Den Wettkampf musste ich dann leider um eine Woche verschieben und so hatte ich statt 2 Taperingwochen nun 3 zur Verfügung und ich startete am K-Samstag meine 10k-Challenge. Alles war vorbereitet für die ca. 16 Runden um den Eisweiher. Der Lauf fing gut an, ich wollte die ersten paar Runden dazu nutzen mich einzugrooven und dann ab km 2 richtig Gas zu geben. Das versuchte ich dann auch und es lief gut, ich konnte meine Vorgaben gut halten und versuchte das Tempo zu halten. Bis Kilometer 5 hatte ich mich auf eine Pace von 4:15-4:20 eingependelt. Kurz nach der Hälfte versuchte ich das Temo nochmal zu erhöhen und trank etwas von meinem deponierten Wasser. Ein bis zwei Runden späer sah ich dann, dass sich jemand meinem Wasser näherte und es aus der Ferne untersuchte – ich wurde skeptisch und behielt ihn im Auge. Als ich an der Bank wieder vorbei kam näherete er sich meinem Wasser und fasste es an, da drehte ich um und schrie ihn an was dass denn soll (Corona of all times …?!?). Er entfernte sich dann auch schimpfend wieder von meinem Wasser, aber trinken wollte ich davon dann auch nicht mehr. Außerdem kostete mich dieser Vorfall ca. 20-30 Sekunden, die Uhr hat wohl pausiert aber zuträglich war es der Pace eher nicht. Mit Wut im Bauch konnte ich die letzten 2 Kilometer noch etwas Energie mobilisieren und so am Ende den Lauf mit 261 W im Schnitt, einer Pace von 4:20 min/km und einer Zeit von 43:30 min abschließen. Ganz zufrieden bin ich mit dem Ergebnis nicht, ich wollte schon eine 42er Zeit laufen, aber es ist ein solider Auftakt in diese Saison.

Moving Forward

Der April wird für mich ein Monat mit reduziertem Umfang (geplant sind ca. 120 km) und am Ende nochmal einer Challenge. Diesmal ein 5 km Virtual Race, dem 1. Lions Gäubodenlauf, mal sehen was ich auf den 5 km noch erreichen kann.

Der Mai ist für dieses Jahr dann für Trailläufe reserviert und ab Juli beginnt dann die Vorbereitung auf den Herbst-Halbmarathon. Ob dieser dann in Valencia stattfindet wird sich noch zeigen…

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