Rückblick Februar 2018

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob dieses Format eines Blogartikels so das richtige ist… Ich spiele mit dem Gedanken, in den Monatsrückblick nur noch das Laufen und evtl. die Podcasts rein zu bringen (wobei ich bei den Podcasts nicht sicher bin ob das sinnvoll ist diese überhaupt zu erwähnen) und dafür die Wissenschaft bei Bedarf einzustreuen. Was denkt ihr? (Birgit? 😉 )

Laufen

Der Februar hielt für mich 226 Trainingskilometer und den 2. Lauf der Oberpfälzer Winterlaufserie über 15km bereit. Nach einer etwas (sehr) anstrengenden KW7 mit 76 Kilometern und einem 10x400m Intervalltraining, fühlte ich mich allerdings etwas schlapp. In der kommenden Woche hab ich dann lieber das Intervalltraining mit Rücksicht auf den 15km Wettkampf am 25.02. in ein etwas leichteres Fahrtenspiel umgewandelt. Der Wettkampf selbst lief sehr gut. Ich pacte das erste mal in einem Wettkampf nach Watt und wollte im Bereich von +/- 5% FTP laufen (also ca 258-286W), was mir auch sehr gut gelang (siehe Abb 1). Am Ende eines schönen Laufes bei -6°C und Sonne sprang eine Zeit von 58:58min auf 13,6km heraus. Leider war die Ausschilderung der Strecke nicht eindeutig und so lief die eine Hälfte des Feldes wohl eine kleine Abkürzung ;).

Abb. 1: Leistungsverteilung beim 15k Wettkampf

Ansonsten lief das Training im Februar trotz der Kälte relativ reibungslos und ich konnte das geplante Programm abspulen (siehe Abb 2). Meine FTP habe ich zusätzlich zum Rechner auf ‚The Secret of Running‘ auch aus WKO4 genommen. Beide liegen jetzt nach dem Wettkampf bei ca. 270W (268, 272), daher werde ich das ab jetzt als neuen Basiswert für die Trainingsbereiche verwenden.

Abb 2: Gelaufene Distanz im Februar

Im Laufe des Monats habe ich mich auch weiter mit der Trainingsplanung und den Tools die ich dafür benutzen will beschäftigt. Ich würde gerne in einen Zustand kommen, dass alles zu verstehen und dann einen flexiblen Trainingsplan für mich entwickeln können. Dazu wurde ich vor allem durch die Artikel in Thomas Blog inspiriert (1, 2, 3, 4). Meine Gedanken und die Umsetzung werde ich dann in einem eigenen Artikel beschreiben, wenn ich meinen Trainingsplan für den Herbsthalbmarathon mache.

Wissenschaft

Diesen Monat fanden die Olympischen Winterspiele in Südkorea statt. In diesem Zusammenhang ist mir ein Paper in Nature aufgefallen. Es geht, natürlich, um Doping. In einer Studie der Universität Keele (UK) stellten die Forscher fest, dass menschliche Muskeln eine Art Gedächtnis an frühere Wachstumszustände besitzen, und zwar auf DNA Ebene. Die Muskeln können sich daran ‚erinnern‘ wie groß bzw trainiert sie zu einen früheren Zeitpunkt mal waren, was ihnen dabei hilft später auf das gleiche Maß und sogar noch weiter zu wachsen.
Dazu unterzogen sie 8 gesunde Männer einem 7 wöchigen Trainingsprogramm in dem die Muskeln wuchsen. Darauf folgte eine 7 wöchige ‚Abtrainierungsphase‘ in der die Muskeln wieder auf das Ausgangslevel schrumpften, welche von einer erneut 7 wöchigen Trainingsphase gefolgt wurde in der die Muskeln über das Niveau der ersten Trainingsphase wuchsen. Die Muskeln der Probanden wurden mit verschiedenen genetischen und epigenetischen Methoden auf die Methylierung ihrer DNA untersucht. Wenn Gene aktiviert werden, wird meist eine Reduzierung der DNA-Methylierung an deren Promoter beobachtet (also deren Anfang). Es zeigte sich hier, dass diese Abnahme an entscheidenden Stellen auch dann vorhanden blieb, wenn kein Training mehr stattfand. Dies führt dann dazu, dass nach einer Pause der gleiche Trainingszustand schneller erreicht werden und das vorherige Trainingslevel sogar übertroffen werden kann.
Die hier präsentierten Ergebnisse könnten die aktuelle Praxis von temporären Dopingsperren im Profisport infrage Stellen, denn wenn ein epigenetischer Mechanismus zu einem Langzeitgedächtnis führt wären diese Sperren relativ wirkungslos und würden von Athleten vielleicht sogar gerne in Kauf genommen. Das würde auch erklären, warum Menschen, die im Kindesalter viel Sport gemacht haben, als Erwachsene leichter wieder zu ‚alter‘ Form zurückfinden. Allerdings ist noch viel Forschung nötig um diesen Mechanismus im Detail und auch die Auswirkungen bei Trainingspausen während Verletzungen zu verstehen.

Podcast

Die Februar-Folge von The Random Scientist musste dieses mal bedingt durch den Super Bowl LII und dem 2. Geburtstag des Podcasts (Jiphiiee) einige Tage später erscheinen. Dafür fand ich sie dadurch, dass Dominic und Ich uns direkt gegenüber saßen interaktiver und lebendiger, aber entscheidet selbst.
Der SSV Jahn Regensburg hat aus den Spielen im Februar 7 Punkte geholt und steht nun mit 36 Punkten auf Platz 5 der Tabelle. Aus diesen Gründen waren die beiden Folgen 1889fm auch sehr von Harmonie und guter Laune geprägt.

Links zu den Folgen